Die Biene

Honigbienen gibt es seit etwa 50 Millionen Jahren.

Wilde Bienenvölker wurden schon vor vielen tausend Jahren vom Menschen genutzt, seit etwa 7000 Jahren werden Bienen als „wilde Haustiere“ gehalten.
Die Honigbiene ist neben Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier für uns Menschen. Ihre jährliche Bestäubungsleistung wird auf einen Wert von etwa 2 Milliarden Euro allein in Deutschland geschätzt.

Die Biene lebt zusammen mit tausenden anderen Artgenossinnen in einem Bienenstock (Beute), ist ca. 1,2 bis 1,8 cm groß, von der Farbe bräunlich-gelb und pelzig.

Es gibt drei verschiedene Bienentypen:
1. Die Arbeiterinnen sind weiblich und nur mit verkümmerten Geschlechtsorganen ausgestattet. Sie erreichen eine Größe von 12 bis 15 Millimeter.
2. Die Bienenkönigin wird 16 bis 20 Millimeter groß. Ihr Hinterleib ist viel größer als der einer Arbeiterin, weil sie für den Nachwuchs zuständig ist und täglich mehr als 1500 Eier legen kann.
3. Die männlichen Bienen nennt man Drohne.
Sie werden 14 bis 18 Millimeter groß. Drohnen besitzen keinen Stachel, können sich nicht selbständig ernähren und sammeln auch keinen Honig. Ihre Hauptaufgabe ist es, sich mit der Königin zu paaren.

Die Arbeiterbiene hat ab ihrem Schlupf vielfältige Tätigkeiten zu verrichten, abhängig von ihrer Körperentwicklung und ihrem Alter.
Direkt nach dem Schlupf arbeitet sie als Putzbiene. Sie bereitet die leeren Zellen entsprechend vor, damit die Königin wieder neue Eier ablegen kann. Der Imker spricht hier vom „Stiften“. Auch werden die Eier („Stifte“) und Larven von den Arbeiterinnen gewärmt.
Mit der Entwicklung der Futtersaftdrüse beginnt sie als Ammenbiene die älteren und später auch die jüngeren Larven zu füttern.
Auch das Füttern der Königin mit Gelée Royale gehört zu ihren Aufgaben.
Zusätzlich nimmt sie den Sammlerinnen den Nektar ab und verteilt ihn im Stock weiter.
Der Pollen wird den Sammlerinnen abgenommen und an die Larven verfüttert, bzw. in den Zellen mit Nektar gemischt und zu Bienenbrot gestampft.
Etwa ab dem 12. Lebenstag sind die Wachsdrüsen voll aktiv.
Nun beginnt sie als Baubiene Wachs zu schwitzen und den Wabenbau zu erweitern.
Kurz bevor die Gift- und Alarmpheromonproduktion voll einsatzbereit ist, fliegt die Biene zum ersten Mal aus dem Stock, um ihr Zuhause auch von außen kennen zu lernen.
Nun wird sie bis zum 20. Tag zur Wächterin.
In Ihrer zweiten Lebenshälfte ist die Biene im Außeneinsatz tätig.
Hier ist sie für den Wasser-, Nektar-, Pollen- und Propolistransport zuständig. Unter normalen Umständen wird sie dann bis zu ihrem Lebensende mit höchstens 40 Tagen bei dieser Arbeit bleiben.

Die Arbeiterinnen können im Notfall alle Körperfunktionen reaktivieren.
Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Schwarm aus der Beute auszieht. Hierbei fliegt die Königin mit allen Sammlerinnen aus, um an einem neuen Ort einen neuen Staat zu gründen. Auf diese Weise findet die natürliche Vermehrung statt.